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Das Theater und sein Double. Eine Projektion

Ein Film von Theater im Bauturm | auch mit Audiodeskription und Untertiteln abrufbar

nach Antonin Artaud | Regie Kieran Joel | Kamera und Schnitt Nazgol Emami | Musik Koxette | Ausstattung Katharina Wilting | Regieassistenz Ronja Meter | Mit Bernhard Dechant und Jeremy Mockridge

Abruf verlängert bis 28.07.2021 | Tickets zum Film hier | jetzt auch mit Audiodeskription für Menschen mit Sehschwierigkeiten: Tickets zu dieser Version hier | Film in beiden Versionen mit optionaler Untertitelung | Premiere erste Projektphase als Theaterstück 20.06.2020 | Dauer ca. 30 Minuten

Audiodeskription: Beatrix Hermens, Matthias Huber und Renate Lehmann

Zitat_Das Theater und sein Double. Eine Projektion

Nach einer pandemiebedingten Ruhephase können die Theater im Sommer 2020 ihre Tore wieder für einige Monate öffnen. Auf diese besondere Situation reagieren Regisseur Kieran Joel und sein Team mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Aus Wien wird der Schauspieler Bernhard Dechant eingeflogen, um mit minimaler Vorlaufzeit einen Theaterabend auf die Beine zu stellen, der gewissermaßen ohne Latenzzeit ins Herz der Krise zielt. Unter Berufung auf Antonin Artauds berühmtes Traktat Das Theater und sein Double (1933) entsteht ein wildes und ungestümes Panorama einer Welt im Umbruch: Auf der einen Seite Isolation und verzweifelte Rettungsversuche der Kunstform Theater, auf der anderen Seite fassungslose Faszination angesichts der Dimensionen einer präzedenzlosen weltweiten Ausnahmelage. Mithin erscheint die Sachlage wie von Artaud selbst geskriptet, dessen Hoffnungen auf eine Bühnenrevolution sich plötzlich auf ganz andere Weise zu manifestieren scheinen - zumindest eröffnet sein Leitsatz "Das Theater ist wie die Pest - es dient dazu, gewaltige kollektive Abszesse zu entleeren" im Jahr 2020 noch  einmal ganz andere Assoziationen als zur Zeit der Entstehung von Artauds Pamphlet.

Im November 2020 soll das Projekt fortgeführt und an die aktuelle Großwetterlage angepasst werden. Dazu kommt es allerdings nicht mehr, denn zum 2.11. müssen die Theater erneut ihren Spielbetrieb einstellen und Bernhard Dechant kann Wien nicht mehr verlassen. Kieran Joel reagiert prompt und veranlasst die Verwandlung des Theaterabends in einen Film: Mit Jeremy Mockridge vom Ensemble des Deutschen Theater Berlin entsteht auf der Grundlage des Artaud-Abends aus dem Juni der erste genuine Theaterfilm in der Bauturm-Geschichte - ein Wechsel in ein neues Medium, der womöglich nicht folgenlos bleibt...

Hinweis an alle Zuschauer:innen: In einer kurzen Sequenz des Films kommt Stroboskop-Licht zum Einsatz.

Der Film ist nun auch in einer Version mit Audiodeskription abrufbar. In beiden Verianten des Films können Sie Untertitel hinzuwählen.
Sollten Sie irrtümlich ein Ticket für die falsche Version des Films gekauft haben, kontaktieren Sie uns gerne.


AUDIODESKRIPTION: Zu den Filmtickets mit Audiodeskription gelangen Sie hier.

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(Untertitelung können Sie optional hinzuschalten.)


Dramaturg René Michaelsen bringt interessierten Zuschauern das Werk "Das Theater und sein Double" von Antonin Artaud näher, der als Vorlage für den ersten Film des Theater im Bauturm diente.


Presseecho

Dem Bauturm gelingt ein kühnes Experiment. (Kölnische Rundschau)

Kompliment dem Bauturm und dem Team für ihren Mut und Findungsreichtum.  (theaterfischer)
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Heraus kam ein Theaterfilm, der den Prozess voller verzweifelter Mailbox-Nachrichten ironisch nachzeichnet, aber vor allem eine witzige Reflexion über das Theater ist: wie es ist und wie es sein soll, gerade in einer Zeit des Ausnahmezustands. (daskulturblog.com)

Man hätte das vergebliche Abstrampeln des Theaters um ästhetische und gesellschaftliche Relevanz in Zeiten von Maskenpflicht und Mindestabstand nicht besser einfangen können. (Stellwerk)


Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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