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Ich werde nicht hassen

von Izzeldin Abuelaish

Inszenierung Ernst Konarek | Textfassung Silvia Armbruster und Ernst Konarek | Video Peter Schmidt | Fotos Regina Brocke | Mit Mohammad-Ali Behboudi|

Der bewegende Monolog erzählt die reale Geschichte des Gynäkologen Izzeldin Abuelaish, der als erster palästinensischer Arzt in einem israelischen Krankenhaus arbeitet. Er berichtet vom Alltag in Gaza, vom Warten an den israelischen Checkpoints, vom Familienleben zwischen Hoffnung und Verzweiflung und schließlich von dem tödlichen Anschlag auf sein Haus, bei dem seine beiden Töchter und seine Nichte ums Leben kommen. Abuelaish hätte allen Grund Israel zu hassen, stattdessen kämpft er weiter für Verständigung und Versöhnung: Hass macht blind und führt zu irrationalem Denken und Verhalten. Frieden ist Menschlichkeit. Frieden bedeutet Respekt. Frieden ist ein offener Dialog.

Mohammad-Ali Behboudi hat Izzeldin Abuelaishs Lebensgeschichte in der Inszenierung von Ernst Konarek bereits an etlichen deutschsprachigen Theatern gespielt. 2015 wurde der Abend mit dem Monica-Bleibtreu-Preis der Hamburger Privattheatertage ausgezeichnet.

Presseecho

Mit dem iranischen Schauspieler und Regisseur Mohammad-Ali Behboudi, der seit 1984 in Deutschland lebt und arbeitet, fand Konarek den idealen Darsteller für die Rolle des Gynäkologen Dr. Izzeldin Abuelaish, der als erster palästinensischer Arzt an einem israelischen Krankenhaus arbeiten durfte. Behboudi „lebt“ das Schicksal Abuelaishs auf der […] Bühne, das Ringen um Bildung, die Nähe und Liebe zur notleidenden Familie im Gaza-Flüchtlingslager von Jabaliya, Angst und Bedrängnis, aber auch dessen zutiefst humaner Wunsch, in Frieden zu helfen. (Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten)

Behboudi erinnert sich; mit stockender Stimme zeichnet er die Charaktere der Mädchen. Im Theatersaal fließen Tränen. Und doch wird der Exil-Iraner in der Rolle von Abuelaish wenige Minuten später ins Publikum sprechen: „Drei Kinder sind mir genommen, fünf sind mir geblieben.“ Zukunftsfähigkeit beseelt den Mann statt Hass. Denn Hass ist für ihn keine Lösung. (Stuttgarter Nachrichten)

Das Stück berührt erst auf eher heitere Art, am Ende zutiefst. Für die Hamburg-Premiere von „Ich werde nicht hassen“ im Juni bei den Privattheatertagen ernteten Schauspieler Mohammad-Ali Behboudi und Regisseur Konarek minutenlang Standing Ovations vom Publikum. (Hamburger Abendblatt)

„Ich werde nicht hassen“ am Theaterhaus Stuttgart ist eine puristische und gerade deshalb so starke Inszenierung. Das Stück konzentriert sich ganz auf die bewegende Geschichte des Arztes, getragen allein von der Kraft eines einzigen Schauspielers, Mohammad-Ali Behboudi. (Auszug Fernsehbeitrag ZDF und 3SAT)