Quarantänetheater

Um unserem Publikum weiter etwas bieten zu können und zugleich zu Spenden für unsere Schauspieler*innen aufzurufen, haben wir unser Quarantänetheater eröffnet.
Wir haben an jedem Abend, an dem eine Veranstaltung geplant war, ein kurzes Video hochgeladen. Die Schauspieler*innen, die an dem jeweiligen Abend bei uns aufgetreten wären, haben einen kurzen Ausschnitt gezeigt, der in der Regel thematisch mit dem Inhalt der ausgefallenen Vorstellung verbunden war. An Tagen, an denen keine Vorstellung geplant war, drehte die Theaterleitung selbst ein Video.

Unsere Schauspielerinnen und Schauspieler sind als freischaffende Künstler*innen derzeit besonders hart von der Situation betroffen und müssen teilweise einen kompletten Verdienstausfall bewältigen - womöglich über Monate. Um ihnen über die schwierige Zeit hinwegzuhelfen bitten wir um Spenden: Alles was Sie in den kommenden Wochen mit dem Verwendungszweck SPENDE QUARANTÄNETHEATER an das Konto des Theater im Bauturm spenden, landet zu 100 Prozent bei unseren Ensembles. Danke!

Theater im Bauturm e.V. - IBAN DE03 3705 0198 0042 5829 73 - Sparkasse KölnBonn

Quarantänetheater #47 Ausbesserungsarbeiten 05.05.2020

Fast sieben Wochen lang haben wir nun unseren Betrieb auf das Online-Programm des Quarantänetheaters umgestellt. Was ist in der Zwischenzeit eigentlich in unserem schmerzlich vermissten Theatersaal passiert? Zum Abschluss des Quarantänetheaters schaut Theaterleiter Laurenz Leky nach dem Rechten - und erlebt dabei Unerwartetes...

Mit dem heutigen Beitrag verabschieden wir uns von unserem Quarantänetheater und möchten allen großzügigen Spenderinnen und Spendern ebenso herzlich danken wie unseren Ensembles und unserem Team. Wir sind sehr stolz auf das vielfältige Archiv der sozialen Distanzzeit, das auf diese Weise entstanden ist, und ziehen uns nun kurz zurück, um bald mit neuen kurzfristigen Projekten auf die akute Situation reagieren zu können.

Quarantänetheater #46 The Miracle of Love 04.05.2020

Nach Wochen des Rückzugs verlässt die Hohepriesterin der Liebe ihren Weihetempel und adressiert uns mit einer wichtigen Trostnachricht. Eigentlich hätte sie schon vor fünf Wochen gemeinsam mit Daniel Cremer im fürsorglichen Entgrenzungsritual THE MIRACLE OF LOVE bei uns am Bauturm dafür gesorgt, dass wieder zueinander findet, was eigentlich nie getrennt war. Wir sind ungemein erleichtert zu sehen, dass sie ihrem Eremitendasein fiercer denn je entstiegen ist und können den Tag kaum erwarten, an dem es die Umstände endlich wieder zulassen, dass wir uns in unserem Theatersaal Auge in Auge von ihr verlieben lassen! Für das Interim empfehlen wir Daniel Cremers Lovestream The Fox Show with Daniel Bernhard, der uns ab Freitag für alle entbehrten Umarmungen der letzten Wochen kompensieren wird!

Quarantänetheater #45 Der Mensch - Die fast vollständige Geschichte 03.05.2020

Zu den provokantesten Positionen des Historikers Yuval Harari - auf dessen KURZER GESCHICHTE DER MENSCHHEIT Hans Drehers Inszenierung DER MENSCH. DIE FAST VOLLSTÄNDIGE GESCHICHTE beruht - gehört seine unablässige Geißelung der Hybris, mittels derer der Mensch sich selbst zur "Krone der Schöpfung" ernennen konnte. Im Anschluss an Hararis drastische Ermahnungen schraubt Jonas Baeck in seiner Wutrede, die er sonst heute als Teil der Inszenierung bei uns performt hätte, die Infragestellung unseres Geschichtsbilds noch weiter - ganz im Sinne des ebenfalls in der Inszenierung zu hörenden Ärzte-Songs ABSCHIED: "Los komm, wir sterben endlich aus / Was Besseres kann der Erde nicht passieren."

Quarantänetheater #44 Der Mensch - Die fast vollständige Geschichte 02.05.2020

Lisa Bihl spricht im heutigen Ausschnitt des Quarantänetheaters Sehnsüchte aus, die wohl alle in den letzten Wochen empfunden haben und täglich mehr empfinden. Sie wäre heute mit Jonas Baeck in Hans Drehers Inszenierung „Der Mensch - Die fast vollständige Geschichte“ bei uns zu sehen und würde Rainer Maria Rilkes Gedicht von dort an das Publikum richten. Für uns ist die Rezeption dieses Ausschnitts in der aktuellen Krise noch einmal anders, vielleicht sogar intensiver als zuvor.

Quarantänetheater #43 Das wichtige Dokument 01.05.2020

Häufig wird die derzeit weithin betriebene Kommunikation über Videokonferenzen dahingehend verurteilt, dass ihr das persönliche Element abgehe. Wir können diesen Vorwurf nur schwer nachvollziehen.

Quarantänetheater #42 Der Mensch - Die fast vollständige Geschichte 30.04.2020

Heute hätten wir „Der Mensch - die fast vollständige Geschichte“ in der Inszenierung von Hans Dreher gezeigt. Jonas Baeck verbalisiert im heutigen Ausschnitt für das Quarantänetheater einen Faktor der Menschheitsgeschichte, der bis heute für Wenige Freiheit, für Viele Abhängigkeit bedeutet.

Quarantänetheater #41 Hilfreiche Funktionen 29.04.2020

Nach sechs Wochen im Home Office werden die unablässigen Zoom-Konferenzen selbst für die nervenstarke Theaterleitung zusehends zur Strapaze. Glücklicherweise enthält das Programm eine praktische Funktion, die zuweilen von Vorteil sein kann, wenn es gilt, auch auf lange Sicht Harmonie und Eintracht im dienstlichen Miteinander zu bewahren.

Quarantänetheater #40 Trude Herr 28.04.2020

Heute gibt es im Quarantänetheater eine kleine Zugabe zu den beiden gestern und vorgestern ausgefallenen Vorstellungen von TRUDE HERR, ODER: ES IST BESSER, IN DER SAHARA ZU VERDURSTEN, ALS IN KÖLN-LINDENTHAL ZU SITZEN UND AUF DIE RENTE ZU WARTEN: Matthias Buss, unsere unvergleichlich echte und doch noch so viele Zusatzdimensionen eröffnende Trude, rezitiert die letzten Strophen jenes Versepos, das die große Kölner Volksschauspielerin angeblich schon mit 13 Jahren vom ersten bis zum letzten Wort auswendig konnte: Friedrich Wilhelm Webers "Dreizehnlinden". Zweifellos ein kurioses Werk, aber in seinem abschließenden Appell, grade in Krisenzeiten auch den marginalen Geschichten "abseits der großen Straße" Aufmerksamkeit zu schenken, aktuell doch wieder unerwartet anschlussfähig!

Quarantänetheater #39 Trude Herr 27.04.2020

Im zweiten Teil des großen Künstlerinnengesprächs kommt es zu unerwarteten Spannungen zwischen Elisabeth Flickenschildt und Sebastian Kreyer. Gut also, dass Matthias Buss, das berühmteste Trude-Herr-Double Hannovers, die sich langsam zuspitzende Situation durch einen unerwarteten Showwalk auflockert! Elisabeth Flickenschildts Karriere war symptomatisch für das Nachkriegs-Deutschland: Ihr Ruhm als Gründgens-Protagonistin sicherte ihr trotz Kooperation mit den Nazis ein Altenteil im Edgar-Wallace-Krimi. Den Lebensweg einer sehr gegensätzlichen Schauspielerin, die ebenfalls in wenig schöngeistigen Filmproduktionen spielte, aber immer wieder auf das Fortleben hochrangiger Nazis im Deutschland der 50er Jahre aufmerksam machte, können wir hoffentlich bald wieder zeigen, wenn TRUDE HERR, ODER: ES IST BESSER, IN DER SAHARA ZU VERDURSTEN, ALS IN KÖLN-LINDENTHAL ZU SITZEN UND AUF DIE RENTE ZU WARTEN wieder auf unserem Spielplan steht - wie es auch heute der Fall gewesen wäre.

Quarantänetheater #38 Trude Herr, die Krise und der Humor 26.04.2020

Zum Sonntag präsentieren wir einen besonderen kulturellen Leckerbissen im Quarantänetheater: Sebastian Kreyer ist es gelungen, niemand Geringeres als die große Mimin Elisabeth Flickenschildt für ein vertrauliches Gespräch à deux zu gewinnen. Die weltberühmte Tragödin zeigt sich von überraschend menschlicher Seite und lässt uns an ihrer Meinung zu TRUDE HERR - ODER: ES IST BESSER, IN DER SAHARA ZU VERDURSTEN, ALS IN KÖLN-LINDENTHAL ZU SITZEN UND AUF DIE RENTE ZU WARTEN teilhaben - jenem Abend also, den Matthias Buss und Sebastian Kreyer heute zum fast 50. Mal bei uns am Bauturm gespielt hätten.

Quarantänetheater #37 Der Odem der Kunst 25.04.2020

In diesen Tagen erreichen uns viele Anfragen besorgter Zuschauerinnen und Zuschauer, die gerne wissen möchten, wie es den Protagonisten aus unserer Show JEIN! DIE GROSSE REVUE DES EINGESCHRÄNKTEN VERGNÜGENS gelingt, durch die Krise zu kommen. Wir können sie beruhigen: Zumindest dem theaterbegeisterten Taxifahrer Heinz-Dieter Klefisch geht es glänzend! Wir besuchten ihn auf der Probebühne unseres Theaters - interessant!

Quarantänetheater #36 Julius Cäsar 24.04.2020

Zu den zentralen Anliegen der Bühnenkunst gehört es seit jeher, die unvergänglichen Klassiker aktuell zu durchleuchten und für zeitgemäße Lesarten transparent zu machen. Auch unser streng nach den aktuellen Sicherheitsempfehlungen eingerichtetes Distanztheater erlaubt den frischen Blick auf bestens vertraute Texte des abendländischen Kanons, über die wir längst alles zu wissen meinten.

Quarantänetheater #35 amor vincit omnia? 23.04.2020

Wie Theateraufführungen in den kommenden Wochen und Monaten aussehen werden, vermag derzeit niemand zu sagen. Im heutigen Beitrag für das Quarantänetheater wagt der Bauturm den Blick in die Zukunft und erkundet die Möglichkeiten eines streng nach den Sicherheitvorschriften eingerichteten Theaters - vor ausverkauftem Haus!

Quarantänetheater #34 Homeparenting 22.04.2020

Bei allen Herausforderungen, die das Home Office mit sich bringt, sollte auch der wichtige pädagogische Effekt der Vermischung von Arbeit und Familie nicht außer Acht gelassen werden: Der Nachwuchs erhält fesselnde Einblicke in Papas Berufsleben und etwaige Gefühle der Rivalität zwischen Büro und Kinderzimmer können sensibel thematisiert und spielerisch aus dem Weg geräumt werden!

Quarantänetheater #33 vom 21.04.2020

Auch bei unserer Partnerfirma SEDOGA ZEMENT UND KOMMUNIKATION stehen derzeit die Turbinen still. Nur einer der Mitarbeiter, dem Publikum bestens bekannt aus unserem saisonalen Katastrophenstück WEIHNACHTSFEIER. EIN BETRIEBSUNFALL, nutzt die leeren Firmenräume, um sich für die Wiederaufnahme im Dezember zu rüsten. Er lässt außerdem ausrichten, dass ihr ihn bitte möglichst bald per Mail darüber informiert, wer in diesem Jahr was zum Buffet beisteuert, damit die Excel-Tabelle "Herzhaft/Süß" rechtzeitig auf dem aktuellen Stand ist. Der Magermilchjoghurt vom Vorjahr kann übrigens immer noch an der Pforte abgeholt werden!

Quarantänetheater #32 Segen der Technik 20.04.2020

Die digitale Kommunikation ermöglicht die mühelose Überwindung selbst größter Distanzen. Etliche der vielfältigen Zukömmlichkeiten des Online-Austauschs werden daher nach Ende des Lockdowns aus den betriebsinternen Abläufen des Theater im Bauturm gewiss kaum mehr wegzudenken sein.

Quarantänetheater #31 KUNST 19.04.2020

Was wird nach dem Veranstaltungsverbot kommen? Niemand weiß es, aber Vermutungen gibt es etliche. Einer davon gehen Gerhardt Haag und Ulrich Marx im heutigen Beitrag für das Quarantänetheater nach: Anstatt am Bauturm "KUNST" zu spielen, nutzen sie einen der Kerndialoge aus Yasmina Rezas Stück, um Möglichkeiten und Herausforderungen des Freilichttheaters auszuloten.

Quarantänetheater #30 KUNST 18.04.2020

Niemand außer Gerhardt Haag kennt die exakte Vorstellunganzahl von Yasmina Rezas "KUNST" am Theater im Bauturm. Zwischen 500 und 600 mal stand der tragikomische Kollaps einer Dreierfreundschaft im Streit um ein weißes Bild seit seiner Premiere 1995 bereits auf dem Spielplan - heute wäre es wieder so weit gewesen. Stattdessen analysiert Ensemblemitglied Ulrich Marx im Quarantänetheater mit präzisesten Mitteln den Grundkonflikt des Stücks, von dem aus sich eine immer tiefer werdende Schneise der Verwüstung durch die Freundschaft der Protagonisten zieht.

Quarantänetheater #29 Moby Dick 17.04.2020

Am Ende von Melvilles "Moby Dick" geht die Pequod mit Mann und Maus unter - nur Ismael, der Erzähler, überlebt, um zu berichten. Im Kampf gegen die Flüchtigkeit des Theatererlebnisses müssen auch Felix Witzlau und Maximilian Hildebrandt, die heute abermals in Kieran Joels Inszenierung auf Walfang gegangen wären, heftige Blessuren einstecken - aber niemand kann ihnen vorwerfen, nicht bis zum Äußersten gekämpft zu haben!

Quarantänetheater #28 Moby Dick 16.04.2020

Vielen fehlt zur Zeit vor allem eins: die Haptik. Melvilles irrsinniger Riesenroman "Moby Dick", den Felix Witzlau und Maximilian Hildebrandt heute wieder in Kieran Joels multisinnlicher Inszenierung bei uns am Bauturm gespielt hätten, ist auch ein Kompendium der auf See zu durchleidenden Entbehrungen. Und so zeigt der Walfang abermals erstaunliche Parallelen zur Suche nach dem Kern des abhanden gekommenen Theatererlebnisses. Ob unsere Helden morgen fündig werden? Stay tuned!

Quarantänetheater #27 Moby Dick 15.04.2020

Heute wären Felix Witzlau und Maximilian Hildebrandt zu einer neuen Vorstellungsreihe auf offener See aufgebrochen: Drei Shows von Kieran Joels "Moby Dick"-Inszenierung hätten von heute bis Freitag auf dem Spielplan gestanden. Statt der Jagd auf den weißen Wal bietet das furchtlose Ensemble nun einem nicht minder großen Abenteuer die Stirn und begibt sich unerschrocken auf die Suche nach dem optimalen Weg, den ausfallenden Theaterthrill digital einzufangen!

Quarantänetheater #26 Königskinder 14.04.2020

Normalerweise sehen sich Laurenz und René jeden Tag im Theater. Die tiefe Entbehrung der gegenseitigen Nähe geht auch an ihnen nicht spurlos vorüber. In Woche 5 des Lockdowns greifen sie daher zu zusehends unorthodoxeren Mitteln der Sublimierung.

Quarantänetheater #25 Rosa Luxemburg 13.04.2020

Ostermontag: Ein Tag zwischen Schlafanzug, Blechkuchen und Familienspaziergang. Nutzen wir den Moment, um die Kraft zu schöpfen, die wir ab morgen wieder benötigen - nicht zuletzt für das revolutionäre Denken, an das uns Paulo de Queiroz in seinem Nachtrag zur "Rosa Luxemburg"-Vorstellungsreihe der letzten Woche erinnert.

Quarantänetheater #24 Der Mensch - Die fast vollständige Geschichte 11.04.2020

Anlässlich der anstehenden hohen Feiertage tut Lisa Bihl von Zuhause aus das, was sie sonst heute zu Beginn der Vorstellung von "Der Mensch - Die fast vollständige Geschichte" getan hätte: Sie erklärt noch einmal in Grundzügen und allgemeinverständlich, wie die Welt entstanden ist.

Quarantänetheater #23 Mond über der Aachener Straße 10.04.2020

Das Theater im Bauturm wünscht Ihnen allen angenehme und geruhsame Feiertage. Danke an Bettina Heimsoeth (Cello) und Wiebke Rademacher (zweite Stimme).

Unsere Schauspielerinnen und Schauspieler sind als freischaffende Künstler*innen derzeit besonders hart von der Situation betroffen und müssen teilweise einen kompletten Verdienstausfall bewältigen - womöglich über Monate. Um ihnen über die schwierige Zeit hinwegzuhelfen bitten wir euch um Spenden: Alles was ihr in den kommenden Wochen mit dem Verwendungszweck SPENDE QUARANTÄNETHEATER an das Konto des Theater im Bauturm spendet landet zu 100 Prozent bei unseren Ensembles. Danke!

Quarantänetheater #22 Der Mensch - Die fast vollständige Geschichte

Am Gründonnerstag wäre es bei uns im Bauturm wieder allgemeinmenschlich zugegangen. Anstelle seines Parforceritts durch mehrere Jahrhunderttausende der Evolution in "Der Mensch - Die fast vollständige Geschichte" zeigt Jonas Baeck nun heute im Quarantänetheater einen der Momente reflektierenden Innehaltens aus Hans Drehers Inszenierung - und zwar denjenigen, in dem der atemberaubende Brückenschlag zu einem anderen Text aus unserem Spielplan erfolgt: Mary Shelleys "Frankenstein oder Der moderne Prometheus".

Quarantänetheater #21 Rosa Luxemburg

Die Corona-Krise beansprucht mittlerweile ein beispielloses Themenmonopol in der öffentlichen Wahrnehmung für sich. Wo sind eigentlich die ganzen Probleme hin, die uns vor dem Lockdown beschäftigt haben? Das Ensemble von "Rosa Luxemburg" sorgt nun anstelle seiner drei ausfallenden Vorstellungen in dieser Woche dafür, dass die Herausforderungen in unserem Blick bleiben, die wir nicht vergessen dürfen. Wenn Rechtsextreme nun den gesellschaftlichen Stillstand nutzen, um ihre kruden Endzeitphantasien und Bürgerkriegsvisionen in Stellung zu bringen, müssen wir uns auch wieder mit der Kernfrage der Stückentwicklung von Hannah Krebs, Benjamin Kühni, Maria Moser, Tom Müller, Paulo de Queiroz und Lea Rump auseinandersetzen, die Hannah Krebs in der heutigen Folge des Quarantänetheaters komprimiert für uns zusammenfasst.

Quarantänetheater #20 Rosa Luxemburg

Benjamin Kühni erinnert an all die Fragen, die durch Corona nicht aus dem Blick verschwinden dürfen und für die er heute abend in "Rosa Luxemburg" bei uns auf der Bühne gestanden hätte.

Quarantänetheater #19 Wunschloses Unglück

Heute würde Bert Oberdorfer zum zweiten mal seinen Handke-Monolog "Wunschloses Unglück" bei uns am Bauturm spielen. Der Grandseigneur unseres Theaters ist ein Kavalier alter Schule und bestreitet seinen Alltag daher ohne Smartphone. Aus diesem Grund greifen wir heute für unser Quarantänetheater ausnahmsweise ins Archiv und zeigen einen bisher unveröffentlichten Beitrag aus dem vergangenen September: Im Keller des Bauturms skizziert Bert Oberdorfer für René Michaelsen mit wenigen Pinselstrichen die Dramaturgie seines Liederabends "Wien Wien, nur Du allein - Ming herrlich Kölle", den wir bald hoffentlich auch wieder zeigen werden. Einmal mehr erweist hier klassisches Kölner Liedgut eine unerwartet prophetische Kraft: Das Lied, das Bertel anstimmt, scheint die Kontaktsperre in Köln regelrecht vorwegzunehmen...

Quarantänetheater #18 Frankenstein

Eins haben wir in den letzten Tagen gelernt: Theater ist überall - und zwar manchmal schneller als man damit rechnet! Unsere Kollegin Maike Johanna Reuter ist in Fachkreisen dafür bekannt, dass sie alle ihre Stunts selbst spielt - und deswegen liefert sie uns heute anstelle der vorgesehenen Vorstellung von Kieran Joels "Frankenstein"-Inszenierung den rapidesten Szenenwechsel in der Geschichte des Quarantänetheaters!

Quarantänetheater #17 Frankenstein

Für alle, die sich auf den heutigen Abend in unserem Theater gefreut haben oder noch eine Abendbeschäftigung suchen, gibt Laina Schwarz für unser Quarantänetheater in einem Tutorial zum Besten, wie man sich das Grusel-Feeling ganz einfach nach Hause holt. Heute hätten wir eigentlich „Frankenstein“ in der Inszenierung von Kieran Joel gespielt - nun stehen wir in der Küche und üben fleißig den Satz: „Dort lag sie, leblos und unbeseelt, hingeworfen auf das Bett...“

Quarantänetheater #16 Kleiner Mann - Was nun?

Wie verschlungen die Pfade durch die deutsche Bürokratie sind, können viele unserer Kolleg*innen derzeit im Umgang mit den offiziellen Soforthilfemaßnahmen am eigenen Leibe erfahren. Einmal mehr erweist sich unser Spielplan als prophetisch, wie die heutige Ausgabe des Quarantänetheaters zeigt: Nele Sommer, Marc Fischer und Matthias Zera im administrativen Trialog mit einer Kernszene aus Hans Falladas "Kleiner Mann - was nun?"

Quarantänetheater #15 Kleiner Mann - Was nun?

Heute Abend wäre wieder „Kleiner Mann - was nun?“ in der Inszenierung von Susanne Schmelcher bei uns auf der Bühne. Marc Fischer besingt in der neuesten Ausgabe des Quarantänetheaters die Sehnsucht des kleines Mannes in seiner Version von Helge Schneiders‘ Ohrwurm - und wir fühlen uns genau wie der kleine Mann! Wer lechzt nicht mittlerweile nach Sommer, Sonne, Kaktus?

Quarantänetheater #14 Sophia, der Tod und ich

Natürlich war der gestrige Ausschnitt aus "Sophia, der Tod und ich" nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Mainzer Inszenierung, die heute abermals auf unserem Spielplan gestanden hätte. Heute erlauben uns Anika Baumann und Henner Momann daher tiefergehenden Einblick in das prekäre Verhältnis des namenlosen Protagonisten von Thees Uhlmanns Roman zu seiner Exfreundin Sophia. Den Auftritt des Tods gibt es dann erst bei den Nachholterminen des Gastspiels vom Staatstheater Mainz im Herbst auf unserer Bühne zu sehen. Soviel sei indes schon verraten: Er wird fulminant!

Quarantänetheater #13 Sophia, der Tod und ich

Heute fällt uns der Blick in den Leporello besonders schwer, denn auf diesen Abend haben wir uns seit Monaten gefreut: Die erste von zwei Vorstellungen "Sophia, der Tod und ich" - eine fantastische Produktion des Staatstheater Mainz auf Gastspiel im Bauturm! Anika Baumann und Henner Momann aus dem Mainzer Ensemble haben sich aber spontan bereit erklärt, mit einem Beitrag zum Quarantänetheater zumindest unser akutes Herzbluten ein wenig abzumildern. Wir freuen uns ungemein über den ersten von zwei kleinen Ausschnitt aus ihrer Adaption von Thees Uhlmanns Roman und können den Nachholtermin im Herbst nun noch weniger erwarten! Stay tuned - Fortsetzung folgt!

Quarantänetheater #12 Der Mensch - Die fast vollständige Geschichte

Eigentlich hätte sich Jonas Baeck heute abend wieder einmal heldenhaft der Aufgabe gestellt, die über 100.000 Jahre der Entwicklungsgeschichte des Menschen komprimiert in 80 Minuten darzustellen. Als Ersatz für die ausgefallene Vorstellung "Der Mensch - Die fast vollständige Geschichte" zeigt uns der Kollege im Quarantänetheater eine kurze performative Studie zu einem besonders beliebten und relativ rezenten Stadium der Zivilisation.

Quarantänetheater #11 Der Mensch - Die fast vollständige Geschichte

Die Luftqualität in China ist spür- und messbar besser als vor der Ausbreitung des Virus, in Venedig sind wegen des neuerdings klaren Wassers wieder Fische in den Kanälen zu sehen und Deutschland wird aller Voraussicht nach seine Klimaziele für 2020 erreichen. Lisa Bihl zeigt mit ihrem heutigen Beitrag des Quarantänetheaters einen Ausschnitt aus ‚Der Mensch – Die fast vollständige Geschichte‘ (Inszenierung: Hans Dreher) und appelliert subtil an ein Umdenken der Menschen in Bezug auf Umgebung und Umwelt. Ist die aktuelle partielle Stagnation kein guter Anlass, der Theorie auch über Krisenzeiten hinaus Folge zu leisten?

Quarantänetheater #10 Worldtheatreday

For the sake of World Theatre Day, we decided to present today's posting in English. Could there be a more peculiar occasion for celebrating the joys and hopes of theatre than a day on which no three-dimensional in-the-flesh-perfomance can take place and all that is left for the stage is to rely on its rather limited offspring, the flat screen? But although being hit at our most vulnerable and cherished spot, we still believe that there are new forms of strength and connection to gather while getting through the crisis. So as a sign of solidarity here's a new original tune describing life in a deserted and theatre-free Cologne, to let all our friends and fellow theatre employees know: We're in this together!

Quarantänetheater #9 Petermann! Eine kölsche Paranoia

Bisher ist es noch keinem Mitglied unseres Ensembles gelungen, im Video für das Quarantänetheater den vollständigen Rollentext unterzubringen. Unser Haustubist Christian Lang, der heute in PETERMANN! EINE KÖLSCHE PARANOIA auf der Bühne gestanden hätte, zeigt wie es geht - weil er es kann!

Quarantänetheater #8

Viele fragen sich, wie das Theater im Bauturm in Zeiten des Kontaktverbots die betriebsdienliche Kommunikation am Laufen hält. In der heutigen Folge des Quarantänetheaters ermöglichen wir den Einblick!

Quarantänetheater #7 Gruß aus dem Theater im Bauturm

Unter erschwerten medialen Bedingungen leistet die Leitungsband des Bauturm heute ihren ersten Beitrag zum Quarantänetheater und präsentiert dem Heimpublikum den Durchhalteklassiker "Hold on, I'm coming" von Sam & Dave. Die klangliche Synchronität mag noch nicht ganz das Level der Online-Angebote renommierter Staatsorchester erreicht haben, aber die hier zwischen Lindenthal, Holweide und dem Agnesviertel zu verschiebende Menge an Soul dürfte schließlich selbst für großzügige Verbindungen eine herausfordernd hohe Datenmasse darstellen.

Quarantänetheater #6 Frankenstein

Der sechste Abend im Quarantänetheater: Maike Johanna Reuter zeigt Elizabeths Liebesbrief an Victor Frankenstein. Der Auszug, der heute in Kieran Joels Inszenierung von „Frankenstein“ zu sehen wäre, verdeutlicht, dass manche Situationen erfordern, seine Sehnsüchte und Leidenschaften zurückzustellen, um wahre Liebe zum Ausdruck zu bringen.

Quarantänetheater #5 Frankenstein

Würde der Spielplan wie geplant weiterlaufen, hätte unsere Technik heute den markanten Schachbrettboden von Kieran Joels "Frankenstein"-Inszenierung auf der Bühne ausgelegt. Stattdessen öffnet Laina Schwarz für das Quarantänetheater ihre Schatztruhe und zeigt uns ein kleines Andenken aus der Probenphase im vergangenen September. 25 Sekunden, die rein zufällig in Rhythmus und Dynamik den ganzen Abend in der Nußschale zusammenfassen!

Quarantänetheater #4 Rosa Luxemburg

Der vierte Abend im Quarantänetheater: Normalerweise würde Paulo de Queiroz heute abend bei uns am Bauturm in "Rosa Luxemburg" auf der Bühne stehen. Stattdessen zeigt er nun in unserem virtuellen Theater einen Teil seines Schlussmonologs - ein Text, der jetzt, in der aktuellen Situation, vielleicht sogar eine noch tiefere Dimension offenbart. Kämpfen und träumen wir weiter!

Quarantänetheater #3 Rosa Luxemburg

Quarantänetheater Episode 3 - Heute hätten wir wieder den neuesten Abend unseres Spielplans gezeigt, der so eindringlich und divers das Thema der Stunde verhandelt: Solidarität. Dafür dass wir die Stückentwicklung "Rosa Luxemburg" von Hannah Krebs, Benjamin Kühni, Maria Moser, Tom Müller, Paulo de Queiroz und Lea Rump heute aus bekannten Gründen nicht zeigen können, entschädigt uns Hannah Krebs mit einem Tanz aus der Inszenierung.

Quarantänetheater #2 Kleiner Mann - Was nun?

Quarantänetheater Episode 2 - Unsere Bühne bleibt leer, aber den Spielplan führen wir trotzdem weiter! Zwar sehr reduziert, dafür jedoch entschieden: An jedem Tag, an dem bei uns eine Vorstellung stattgefunden hätte, zeigen euch unsere Ensembles eine kleine Miniatur aus dem ausgefallenen Stück. Matthias Zera zeigt einen Ausschnitt aus Susanne Schmelchers Inszenierung von Falladas "Kleiner Mann - was nun?" und schlägt vor, die Abgeschiedenheit als Robinsonade zu sehen.

Quarantänetheater #1 Kleiner Mann - Was nun?

Quarantänetheater Episode 1 - Unsere Bühne bleibt leer, aber den Spielplan führen wir trotzdem weiter! Zwar sehr reduziert, dafür jedoch entschieden: An jedem Tag, an dem bei uns eine Vorstellung stattgefunden hätte, zeigen euch unsere Ensembles eine kleine Miniatur aus dem ausgefallenen Stück. Den Auftakt macht Nele Sommer mit einem Ausschnitt aus Susanne Schmelchers Inszenierung von Falladas "Kleiner Mann - was nun?": dem dort sehr prominenten und heute plötzlich wieder aktuellen Chanson "Die Krankenkasse" von Erich Weinert.