UNSERE KOOPERATION MIT DEM africologneFESTIVAL

Das africologneFESTIVAL findet vom 28. Mai - 6. Juni 2021 in Köln statt und präsentiert rund 20 Veranstaltungen bzw. Live-Streams in den Bereichen Theater, Tanz, Performance, Musik, Film und Literatur. In diesem Jahr bildet die Alte Feuerwache in der Nähe des Ebertplatzes erneut das Zentrum des Festivals.

Sämtliche Veranstaltungen des Festivals werden auch online gestreamt. Im Moment hofft der Veranstalter darauf, dass bei einzelnen Veranstaltungen auch Publikum zugelassen werden darf und somit hybride Formate entstehen.

Informationen zum Spielplan und zu Tickets erhalten Sie unter http://www.africologne-festival.de/

Das Theater im Bauturm ist dieses Jahr als Koproduzent am Theaterfilm "COLTAN-FIEBER: CONNECTING PEOPLE" beteiligt, in dem Laurenz Leky zudem als Schauspieler mitwirkt. Der Film wird im Cinenova das Festival eröffnen und zeitgleich als Stream gezeigt. Informationen und Tickets gibt es hier.


COLTAN-FIEBER: CONNECTING PEOPLE am 28.05.2021 um 20:00 Uhr

Yves Ndagano in Coltan-Fieber: Connecting People

EIN THEATERFILM von Yves Ndagano und Jan-Christoph Gockel | TEXT Yves Ndagano, Jan-Christoph Gockel & Ensemble | MIT u. a. Patrick Joseph, Gianni La Rocca, Laurenz Leky, Ernestine M’Kajabika, Léontine M’Kajabika, Yves Ndagano & Michael Pietsch | KAMERA Christian Hennecke, TD Jack Muhindo & Eike Zuleeg | TON Tavis Jean-Batiste | LICHT & KAMERAASSISTENZ Shabani Abdalah | SCHNITT Christoph Otto | PUPPENBAU Michael Pietsch | PRODUKTIONSLEITUNG Kathrin K. Liess | SET-ASSISTENZ DR Kongo Muhindo Nathalie | SET-ASSISTENZ MÜNCHEN Claudia Kaunzner | INTERNATIONALE TEAMS Atifa Akbari (Lesbos), Bernard Akoi-Jackson (Ghana), Maman Iro Abdoul Aziz (Niger) , Yves Peter Kijyana (Ruanda), Gianni La Rocca (Belgien), Tiago Seither Afonso (Kolumbien), u.a.| Unter Verwendung des Dokumentarfilms COLTAN-FIEBER von Christian Hennecke PRODUKTION peaches&rooster & africologneFESTIVAL | KOPRODUKTION Theater im Bauturm Köln und Schauspielhaus Graz | GEFÖRDERT DURCH das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, das Auswärtige Amt Deutschland, den Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz / Ruanda e.V., Shift Phone & das Schauspielhaus Graz | DANK AN Münchner Kammerspiele

28.05.2021 ab 20:00 Uhr www.africologne-festival.de


Darüber hinaus fand am 30.05.2021 ab 14:00 Uhr ein dreiteiliger Live-Stream aus unserem Theater im Bauturm statt.

PISTES - PISTEN

von Penda Diouf - Zweisprachige Lesung 

In ihrem autobiographisch inspirierten Monodrama Pistes… (aus dem Französischen von Annette Bühler-Dietrich) reist die franko-senegalesische Autorin Penda Diouf (*1981) von Paris nach Namibia, um ihrer Erinnerung und ihrer eigenen Identität nachzuspüren. Sie verbindet die Geschichte ihrer eigenen Diskriminierung als Heranwachsende in Frankreich mit der Gewaltgeschichte Namibias während der deutschen Kolonialzeit. Allein reist sie durch die Namib-Wüste und stellt historische wie zwischenmenschliche Beziehungen über Zeit- und Sprachgrenzen her. Doch die Weite der Namib-Wüste und das gleißende Licht bergen das brutale Erbe der deutschen Kolonialherrschaft, deren Verbrechen an Hereros und Namas als erster Genozid des 20. Jahrhunderts gelten. 

EINRICHTUNG UND ÜBERSETZUNG Annette Bühler-Dietrich | MIT Penda Diouf und Irene Baumann

Live-Stream | Tickets und Infos hier

BILINGUALE LESUNG Französisch-Deutsch | 30. Mai 2021

 _________________________________________________________________

Über-Setzung – EINE VERANSTALTUNGSREIHE RUND UM DAS ÜBERSETZEN FÜRS THEATER

In Form von Szenischen Lesungen, Übertitelungen und mehrsprachigen Inszenierungen sowie dazugehörigen Diskussionen beleuchten die Veranstaltungen von „Über-Setzung“ im engen Austausch mit afrikanischen Autor*innen die Arbeitsfelder von Übersetzer*innen im Kontext Theater und deren ästhetische wie institutionelle Herausforderungen. Öffentliche Diskussionen im Kontext von und im Anschluss an vier verschiedene Veranstaltungen bieten wir zu folgenden Themen:

Bilinguale Inszenierungen

Zwei- oder mehrsprachige Inszenierungen sind eine Option künstlerischer Arbeit um verschiedene Sprachen und ihre Akteure in Dialog zu bringen. Welche Gründe führen zu solchen ästhetischen Entscheidungen? Welche Folgen haben diese Entscheidungen für die Ästhetik von Inszenierungen und für den Prozess des Zuschauens? Wie verhalten sich Mehrsprachigkeit und Übertitelung zueinander?

Live-Stream | 30. Mai, ca. 15 Uhr im Anschluss an die Lesung Pistes von Penda Diouf | mit Annette Bühler-Dietrich (Übersetzerin von Pistes), Jan-Christoph Gockel (Regisseur), Penda Diouf

  _________________________________________________________________

AFROPÄERINNEN

Buchvorstellung mit Penda Diouf und Lisa Wegener + Film-Doku

In den letzten Jahren hat sich in Frankreich und Belgien eine neue Generation von Dramatikerinnen herausgebildet: Éva Doumbia, Penda Diouf, Laetitia Ajanohun und Rébecca Chaillon stehen exemplarisch für vielseitige Künstlerinnen, die oft auch als Prosaautorinnen, Schauspielerinnen und Regisseurinnen arbeiten und sich dem Aktivismus verschrieben haben. Diese zeitgenössischen Theaterautorinnen verbindet die Suche nach einer neuen Schwarzen Identität und Geschichtsschreibung in Europa, die den Blick auf die Auswirkungen eines jahrhundertealten kolonialen Erbes lenkt und das Selbstbewusstsein afrikanischer Künstler*innen in der Diaspora stärkt. 

Der zweite Band der Reihe Drama Panorama – Neue internationale Theatertexte ist diesen vier Künstlerinnen gewidmet, die in ihren Theatertexten und Performances ein starkes Bild der strukturellen Unterdrückung Schwarzer Menschen in Frankreich und Belgien zeichnen. In ihren Erzählungen von rassistisch motivierter Diskriminierung, kolonialen Kontinuitäten in weißen europäischen Mehrheitsgesellschaften, Polizeigewalt und sexualisierten Zuschreibungen schlagen sie den Bogen von persönlicher Erfahrung und Intimität zu frappierend universellen Motiven. Mit großer Lust an der Dekonstruktion widmen sie sich Schwarzen Identitäten und afrofeministischen Positionen.

Als Ausgangspunkt für den Sammelband dienten den Herausgeberinnen Charlotte Bomy und Lisa Wegener vier Texte, die 2020 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Afropéennes / Afropäerinnen in szenischen Lesungen und Performances in Berlin präsentiert wurden: Trink mich – solange ich heiß bin von Rébecca Chaillon; Die große Bärin von Penda Diouf; Drissa von Éva Doumbia; LOVE IS IN THE HAIR. Eine Partitur von Laetitia Ajanohun.

Penda Dioufs Theaterstück La grande ourse - Die große Bärin ist in der Übersetzung von Yasmine Salimi Teil der Anthologie. 

AFROPÄERINNEN wurde herausgegeben von Charlotte Bomy und Lisa Wegener. 

Live-Stream | 30. Mai 2021