Richard III.

Von William Shakespeare

Regie Alexander Vaassen | Dramaturgie René Michaelsen | Produktionsleitung Malwina Millahn | Kostüme Wynonna Nixel und Christina Berger | Regie- und Kostümhospitanz Aniki Lola Haase | Textcoach Michael Steindl | Körperarbeit Nadia Kevan | Mit Nicole KerstenAntonia Kalinowski und Stefanie Winner

Premiere am 07. Februar 2026 | Dauer ca. 90 Minuten

Die Bühnenrechte der Übersetzung von Thomas Brasch liegen beim Suhrkamp Verlag, Berlin.

Die Vorstellung beinhaltet Textpassagen in englischer Sprache.

„Bei allen Himmeln, was für eine Welt!“

Richard III. gehört zu den faszinierendsten und finstersten Schurkengestalten der Weltliteratur. Shakespeares berühmtestes Königsdrama ist ein meisterhaftes Psychogramm des Bösen und gleichzeitig ein Paradestück in der Analyse von Macht und Manipulation. Indem er nicht nur den heimtückischen Titelhelden, der im Dienste des Machtzuwachs über Leichen geht, sondern auch die Menschen seiner Umwelt ausführlich zu Wort kommen lässt, seziert Shakespeare die verhängnisvolle politische Dynamik, die den Aufstieg eines ruchlosen Karrieristen als unvermeidlich erscheinen lässt. Über den Geschehnissen liegt jedoch noch eine weitere bedrohliche Unsicherheit: Ist eine Gesellschaft überhaupt in der Lage, die elementare Kraft des Bösen zu regulieren, die offenbar nach längeren Perioden von Stabilität und Frieden mit beunruhigender Zuverlässigkeit wieder erwacht? So wird Regisseur Alexander Vaassen in seiner ersten Arbeit am Theater im Bauturm nicht nur die gesellschaftlichen Kontexte beleuchten, die Richards grenzüberschreitendes Verhalten ermöglichen, sondern auch eine viel grundlegendere Frage in den Raum stellen: Warum kehrt das Böse immer wieder?


Am Freitag, 17.04. findet im Anschluß an die Vorstellung von "Richard III" ein Nachgespräch statt, organisiert vom TheaterTreff:

Richard III. auf der Couch. Gespräch mit einem Psychoanalytiker, dem Regisseur und Schauspieler:innen
Mit Prof. Dr. Andreas Sobottka (Psychoanalytiker), Alexander Vaassen (Regisseur) und Nicole Kersten (Schauspielerin). 

Prof. Dr. Andreas Sobottka ist Psychoanalytiker, Lehrtherapeut und Supervisor, sowie Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.Er arbeitet in seiner Privatpraxis in Köln und lehrt sowohl an einem psychoanalytischen Ausbildungsinstitut, als auch an einer privaten Hochschule.

Außerdem ist er als Stabsoffizier der Reserve im Sanitätsdienst der Bundeswehr auf einen Dienstposten im Sanitätsunterstützungszentrum in Köln-Wahn beordert.

Seine wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich auf die Mensch-Tier-Beziehung und insbesondere auf den Einsatz von hundegestützter Therapie bei Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung.


Pressebilder Downloadbereich | Fotos: Laura Thomas

Content Notes (Achtung: Spoiler!)

Shakespeares Dramen entstanden in einer Zeit, in der die Darstellung von Gewalt auf offener Bühne einen anderen Stellenwert hatte als heute. Nicht selten waren spektakuläre Todesszenen ein entscheidender Anreiz, mit dem das Publikum ins Theater gelockt worde. Kaum in einem anderen Stück gibt es so viele scheußliche Morde zu sehen wie in Richard III.

Die Inszenierung beinhaltet die überspitzte Darstellung folgender Themen:

Körperliche und psychische Gewalt

Tötung von Kindern und Erwachsenen

Sprachliche Darstellung von Krieg

Andeutung von Selbstverletzung

Herzinfarkte

 


Presseecho

„Ein schnelles, aber zugleich facettenreiches Spiel.“ (Theaterpur)

„Ob als naive Kinder, dusselige Wachen oder schlecht schauspielende Bürger, Lacher sind in jeder Rolle garantiert.“ (Theaterpur)

"Alle drei Schauspielerinnen liefern eine tolle Performance ab und halten dem Publikum dabei den Spiegel vor" (Kölnische Rundschau)

"Eine Inszenierung, die zeigt, wie zeitlos Shakespeares Werk immer noch ist!" (CarpeGusta)

„Besonders gelungen ist dahingehend die Darstellung des somnolenten amtierenden Königs durch Stefanie Winner.“  (Theaterpur)

„Vaassen [...] nutzt Shakespeares Charme, um den großen Tyrannen auf besonders bemerkenswerte Art hervorzuheben.“  (Theaterpur)

„Durch geschicktes Wechseln der Rollen entfaltet sich ein schnelles, aber zugleich facettenreiches Spiel, das nicht nur die Titelfigur, sondern auch alle anderen Akteure in stetig neuem Licht präsentiert.“ (Theaterpur)

„Als Zuschauer, im Bann des Bösen, bekommt man eine leise Ahnung davon, warum so oft in der Welt die Schurken triumphieren.“ (Kölner Stadt-Anzeiger)


Videoeinführung mit Dramaturg René Michaelsen


So 15.03.2026 18:00 Uhr
Theater im Bauturm
Richard III.
Mo 30.03.2026 20:00 Uhr
Theater im Bauturm
Richard III.
Di 31.03.2026 20:00 Uhr
Theater im Bauturm
Richard III.
Do 16.04.2026 20:00 Uhr
Theater im Bauturm
Richard III.
Fr 17.04.2026 20:00 Uhr
Theater im Bauturm
Richard III.

Mit Nachgespräch: "Richard III auf der Couch. Gespräch mit einem Psychoanalytiker, dem Regisseur und Schauspieler/innen"

Mo 15.06.2026 20:00 Uhr
Theater im Bauturm
Richard III.
Di 16.06.2026 20:00 Uhr
Theater im Bauturm
Richard III.