Laios

Von Roland Schimmelpfennig

Regie Hans Dreher | Bühne und Kostüme Clara Eigeldinger | Musik Max Kotzmann | Mit Laura Thomas

Köln-Premiere 07. November 2025 | Dauer ca. 1 Stunde, 15 Minuten (ohne Pause)

Aufführungsrechte: S. Fischer Theater- und Medien Verlag GmbH, Frankfurt. "Laios" ist eine Übernahme vom Prinz Regent Theater Bochum.

ein Mann / tötet seinen Sohn, / der Vater / tötet den Sohn / oder er will ihn töten / und tötet ihn doch nicht, / oder war es die Mutter, / weil der Sohn / den Vater töten wird

Fast jeder kennt den berüchtigten Sohn – Ödipus – doch der Name seines verfluchten Vaters ist weit weniger bekannt: Laios. Als rechtmäßiger Thronfolger wird Laios aus dem Exil nach Theben zurückgeholt und dort zum König gekrönt. An seiner Seite ist sein Geliebter, der junge Chrysippos. Die Bürger Thebens rätseln flüsternd: Ist Chrysippos etwa der Grund, weshalb Laios und die Königin, Iokaste, noch keine Kinder haben? Als über der Stadt die Sphinx kreist, ein Wesen mit dem Körper eines Löwen, den Schwingen eines Adlers und dem Kopf einer Frau, dämmert es den Bürgern Thebens, dass ihnen Unheimliches bevorsteht...

Roland Schimmelpfennigs Monolog, der eigenständige zweite Abend des fünfteiligen Stück-Marathons "Anthropolis", ist einer der größten Theatererfolge der letzten Jahre und wurde 2024 von "Theater heute" zum Stück des Jahres gekürt. Nach ihrem großen Erfolg am Prinzregenttheater Bochum ist Hans Drehers Inszenierung mit der Schauspielerin Laura Thomas, die für ihre Darstellung von der Lokalpresse gefeiert worden ist, nun auch in Köln zu sehen.


Fotos: Dana Schmidt

Content Notes (Achtung: Spoiler!)

Das Stück enthält die sprachliche Thematisierung von Nacktheit; körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt; Krieg; Kindesmissbrauch; Selbstverletzung; Suizid und Sucht. Nichts davon wird bildlich explizit dargestellt.


Presseecho


"Krankes Zeug vom alten Zeus"
(Kölner Stadt-Anzeiger)

"Regisseur Hans Dreher führt die Schauspielerin Laura Thomas in ihrem Soloauftritt in einem 90-minütigen Parforceritt durch die irrungen und Wirrungen dieses modern aufbereiteten antiken Stoffes. Der hat es in Sachen Sex and Crime in sich, ist voller komischer und tragischer Szenen, die von Thomas mit großem Facettenreichtum und ansteckender Spiellaune auf die Bühne gebracht werden." (Kölner Stadt-Anzeiger)

"darstellende Grandezza" (Kölner Stadt-Anzeiger)

"[E]s braucht eine wahrhaft unerschrockene Schauspielerin, damit dieser Parforceritt überhaupt gelingen kann. [...] Laura Thomas macht das bestens. [...] Höhen und Tiefen dieser Tragödie durchschreitet sie mit größtmöglicher Leichtigkeit" (WAZ)

"Laura Thomas lotst das Publikum nicht nur als lakonisch-ironische Erzählerin unserer Tage unfallfrei durch die verästelte, vom Autor gleich in mehreren Varianten offerierten Geschichte zwischen Liebesdrama und Krimi, die uns plötzlich gar nicht so alt erscheint. Sondern schlüpft, mit einiger Emphase, zwischendurch immer wieder in die Rollen des kommentierenden antiken Chores und einiger Figuren, bei denen Komik (so beim naiven Chrysippos) und Tragik nah beieinander liegen." (halloherne)

"Thomas beweist in den ersten dreißg Minuten mit ihrem Crashkurs thebanischer Geschichte ein immenses Talent für Improvisation und Komik. Mit ihren natürlichen Reaktionen während der Publikumsbefragung wirkt Thomas damit nicht nur erstaunlich unaffektiert, sondern legt auch ein bemerkenswertes Talent für Witz und Rhetorik an den Tag. [...]
Laura Thomas offenbart wiederum durchgehend eine tiefgreifende Empathie für die Figuren, die sie alle auf feinfühlige Weise mit ganz eigener Persönlichkeit, Authentizität und Autonomie füllt. [...]
Durch die starke Publikumsinteraktion zu Beginn und dem nahezu durchgängig neckischen Witz wird eine besonders intime und emotionale Verbindung zwischen Schauspiel und Publikum aufgebaut [...]
In fast eineinhalb Stunden gelingt es Hans Dreher und Laura Thomas dennoch, einen kurzweiligen Abend ohne Längen auf die Bühne zu bringen, der vor allem eines schafft: zu unterhalten."
(theaterpur.net)

"Sie agiert fast anderthalb Stunden als coole Entertainerin, die sich über die Familien- und Machtverhältnisse im antiken Griechenland mit amüsierter Ironie auslässt und dabei stets Kontakt mit dem Publikum hält. [...] 

Laura Thomas hält mit ihrer rasanten Spontaneität die Szene und ihr Publikum jederzeit im Griff. Das Publikum genießt ihren burschikosen Umgang mit den heiligen Kulturgütern." (Kölnische Rundschau)


Pressebilder Downloadbereich | Fotos: Dana Schmidt


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